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Beim Tätowierer

 

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Vorbei sind die Zeiten, als man beim Betreten eines Tattoo-Studio`s zunächst über eine leere Flasche Jack-Daniels beinahe hinfällt und der Tatötowierer in einer Pause zunächst eine raucht und sich noch den einen oder anderen Drink genehmigt. Am Besten dem Kunden auch gleich noch einen alkoholischen Drink anbietet…

Nach der Hygieneverordnung muss ein Arbeitsbereich so gestaltet sein, dass er nass gereinigt werden kann – und am Besten beim ersten Besuch auch schon gereinigt ist. Ein Sterilisiergerät mit aktuellem Sporentest ist ebenso sinnvoll und nötig, wie die gepflegte Erscheinung des Tätowierers selbst.

Der Tätowierer sollte neue Nadeln verwenden und dieselbe Nadel nicht für den nächsten Kunden brauchen. Mittlerweile sind günstige und gute Nadeln auf dem Markt, so dass der Tätowierer zumeist keine selbst löten muss und damit ist auch die Wiederverwendung unsinnig. Das Gesundheitsrisiko bei selbst gelöteten und wieder verwendeten Nadeln mag gering sein, aber unter einer guten Lupe kann man bei einer Wiederverwendung immer noch Farb- und Blutreste finden, die sich zwischen den einzelnen Nadel an der Nadelstange festgesetzt haben. Außerdem werden nach längerem Gebrauch auch diese Nadeln stumpf. Man bedenke einfach nur, dass die Nadelstange an der Maschine mit ansich über 15 bis 50 Hüben je Sekunde arbeitet.

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Die Tätowiermaschine ist seit über 100 Jahren nahezu unverändert. Sie arbeitet mit zwei Magnetspulen, durch die Strom fließt und dadurch der Hammer angezogen bzw. wieder losgelassen wird. Je nach Stromstärke und Winkel läuft die Maschine als Liner für die Linien oder als Shader zum Füllen der Farbe.

Nun sticht der Tätowierer die Farbe in die Haut. Haut ist so aufgebaut, dass mehrere Schichten bestehen, die unterschiedlicher Art sind. Die Oberhaut erneuert sich ständig und daher würde es nichts nutzen, wenn in dieser Oberhaut die Farbe gebracht wird. Einen Millimeter tief ungefähr wird also in die Lederhaut gestochen. Sticht der Tätowierer zu tief, wir die Haut vernarben. Das findet man häufig und ist ein Hauptproblem einiger Tätowierer, man bekommt dann ein Relief, was im Sommer unter Sonne anschwillt und zu jucken beginnt. Wir zu wenig tief gestochen, geht Farbe verloren. Das kann aber durch das sogenannte Nachstechen behoben werden, was meistens im Preis enthalten ist.

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